FAQ-Häufig gestellte Fragen

Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form, die die weibliche ausdrücklich mit einschließt.

Fragen zu Weiterbildungsgang/Weiterbildungsordnung:

Für eine individuelle Beratung, insbesondere zur Weiterbildung im Verbund, können Sie sich gern an die Koordinierungsstelle direkt wenden.

Bei der Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin (KoStA) ist seit Februar 2014 eine Stellenbörse freigeschaltet. Sie finden dort aktuelle Stellenangebote von Kliniken und Praxen für die Weiterbildung Allgemeinmedizin sowie die Gebiete Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Sie können auch selbst ein Stellengesuch aufgeben.

Nach der Weiterbildungsordnung ist keine feste Reihenfolge vorgegeben, wie der Weiterbildungsgang Allgemeinmedizin absolviert werden muss. Es ist also möglich, entweder in der stationären Inneren Medizin, in einem anderen Fach der unmittelbaren Patientenversorgung (ambulant oder stationär) oder in der ambulanten hausärztlichen Versorgung zu beginnen. Konkrete Beratung erhalten Sie in der Koordinierungsstelle.

Die aktuelle Liste finden Sie hier. Um Näheres zu Nebenbestimmungen zu erfahren, loggen Sie sich über das „Meine BLÄK-Portal“ ein. Dort finden Sie eine detaillierte Befugnisliste.

Als Gebiete der unmittelbaren Patientenversorgung gelten nach § 2 a Abs. 7 WBO: Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Humangenetik, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Strahlentherapie, Urologie.

Anmerkung: Die Orthopädie gehört zum Gebiet der Chirurgie und ist deshalb nicht gesondert aufgeführt. Selbstverständlich gilt auch sie als Fach der unmittelbaren Patientenversorgung

Nein. Ein Weiterbilder in einem anderen Fachgebiet als der Allgemeinmedizin muss eine auf sein Fachgebiet bezogene Weiterbildungsbefugnis haben. Eine spezielle Weiterbildungsbefugnis für die Allgemeinmedizin gibt es für diesen Weiterbilder nicht.

Es ist möglich, insgesamt 42 Monate im ambulanten Bereich abzuleisten. Die gesamte Weiterbildung im ambulanten Bereich – auch bei Fachärzten anderer Gebiete als der Allgemeinmedizin – wird mit 4.800 € pro Monat gefördert.

Das ist möglich. Chirurgische Weiterbildungszeiten werden sowohl stationär als auch ambulant anerkannt.

Einen stationären WB-Abschnitt in der Kinder- und Jugendmedizin kann man sich auf die Fächer der unmittelbaren Patientenversorgung (bis zu 18 Monaten) anrechnen lassen. Ein ambulanter Abschnitt kann sowohl auf die Fächer der unmittelbaren Patientenversorgung als auch mit bis zu 6 Monaten auf die ambulante hausärztliche Versorgung angerechnet werden. Letzteres ist allerdings nur möglich bei einem Kinder- und Jugendmediziner, der an der ambulanten hausärztlichen Versorgung teilnimmt.

Diese finden Sie in den Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung gemäß der jeweils gültigen Weiterbildungsordnung.
Die geforderten Untersuchungszahlen und Weiterbildungsinhalte sind in einem sog. Dokumentationsbogen zusammengefasst. Den Dokumentationsbogen sowie weitere Informationen zu der aktuell gültigen Weiterbildungsordnung, zu den Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung, dem Merkblatt sowie einem Muster-Zeugnisformular finden Sie hier.

Hinweis:
Drucken Sie sich den Dokumentationsbogen vor oder zu Beginn Ihrer Weiterbildung aus und lassen sich die Inhalte während Ihrer Weiterbildung jährlich bescheinigen.

Vorteil:
Sie und Ihr Weiterbilder wissen von Anfang an, welche Inhalte gefordert sind, und Sie müssen sich die Bescheinigungen nicht mühsam im Nachhinein oder kurz vor der Prüfung zusammensuchen.

Das Logbuch heißt in Bayern Dokumentationsbogen. Sie finden ihn hier.

Ja, es empfiehlt sich sogar, pro Weiterbilder einen Dokumentationsbogen/Logbuch zu verwenden. Es ist auch möglich, Logbücher anderer Fachgebiete mit einzureichen.

Die geforderten Untersuchungszahlen können ggf. durch Hospitationen bei einem stationären oder ambulanten Weiterbilder ergänzt werden. Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei der KoStA.

Für die Prüfung und Anerkennung von Weiterbildungsabschnitten ist bei der Bayerischen Landesärztekammer das Referat Weiterbildung II zuständig. Sie erreichen sie unter Tel. 089 4147-132.

Auch für diese Prüfung und Anerkennung ist das Referat Weiterbildung II zuständig (Tel. 089 4147-132).

Für Fachärzte der anderen Gebiete gibt es seit 01.01.2013 die Möglichkeit des Quereinstiegs in die Allgemeinmedizin. Die Bestimmung dazu finden Sie hier:

WO Übergangsbestimmung

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an die KoStA wenden.

Infolge der stark gewachsenen Zahl von Anträgen auf Facharztanerkennungen kommt es in der Bearbeitung durch die BLÄK zu erheblichen Zeitverzögerungen. Da die Facharztanträge mit Priorität zu behandeln sind, kann das Serviceangebot der sogenannten Anerkennung von Weiterbildungsabschnitten (AAA) derzeit nicht bereitgestellt werden. Sobald sich die Situation entspannt hat, wird diese Möglichkeit wieder angeboten.

Prinzipiell ist der Weiterbildungsbeginn maßgeblich dafür, welche Weiterbildungsordnung in Anspruch genommen werden kann. Allerdings kann es im Einzelfall nach bestimmten Kriterien auch eine andere Möglichkeit geben. Dies kann im Referat Weiterbildung II in Erfahrung gebracht werden (Tel. 089 4147-132).

Ja, dies ist möglich. Sie können einen sogenannten Vorabantrag stellen. Der Vorabantrag kann nur im Zeitraum fünf Monate bis 1 Monat vor Abschluss der Weiterbildungszeit gestellt werden. Sie müssen sich dazu im letzten Zeitabschnitt Ihrer Weiterbildung befinden. Nähere Informationen erhalten Sie bei der KoStA oder beim Informationszentrum der BLÄK.

Fragen zu Fördergeldern/Fördermöglichkeiten:

Im stationären Bereich werden Stellen in der Inneren Medizin mit 1.360 € pro Monat gefördert, Stellen in Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung mit 2.340 € pro Monat. Im ambulanten Bereich erhalten niedergelassene Ärzte 4.800 € pro Monat Fördergeld. Nähere Informationen zur Förderung und Beantragung finden Sie auf unserer Homepage unter www.kosta-bayern.de -> Verbundweiterbildung -> Fördermöglichkeiten.

Ja, auch Teilzeitbeschäftigung wird gefördert. Der Weiterbilder muss im Förderantrag genau angeben, in welchem Umfang der Arzt in Weiterbildung in Teilzeit (Prozent- oder Stundenangabe) tätig ist, damit eine entsprechende Prüfung über die Förderdauer und -höhe erfolgen kann.
Nach § 4 Abs. 6 WBO muss eine Weiterbildung in Teilzeit hinsichtlich Gesamtdauer, Niveau und Qualität den Anforderungen an eine ganztägige Weiterbildung entsprechen. Dies ist in der Regel gewährleistet, wenn die Teilzeittätigkeit mindestens die Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt. Die Weiterbildung kann mit min­destens 12 Stunden pro Woche bis zu Hälfte der geforderten Mindestweiterbil­dungszeit erfolgen. Die Weiterbildungszeit verlängert sich entsprechend.

Im stationären Bereich werden keine Fördergelder zurückgefordert. Im ambulanten Bereich sollten sich die Ärzte in Weiterbildung frühzeitig bewusst werden, ob die Allgemeinmedizin tatsächlich ihr angestrebtes Ziel ist. Falls dies nicht der Fall ist, sollten sie den Weiterbildungsgang ändern und die Zeit in der Praxis beenden. Bei Beantragung der Fördergelder müssen Sie gegenüber der KVB Ihre ernsthafte Absicht bekunden, den Facharzt Allgemeinmedizin zu erwerben.

Es ist möglich, insgesamt 42 Monate im ambulanten Bereich abzuleisten. Dabei ist zu beachten, dass nur der Umfang der erteilten Weiterbildungsbefugnis (z.B. 24 Monate ahV) anerkannt werden kann. Die gesamte Weiterbildung im ambulanten Bereich – auch bei Fachärzten anderer Gebiete als der Allgemeinmedizin – wird mit 4.800 € pro Monat gefördert.

Fragen zur Verbundweiterbildung:

Auf unserer Bayernkarte können Sie sehen, welche WBV es in Bayern gibt. Wenn Sie sich bei einem WBV bewerben möchten, wenden Sie sich an den Ansprechpartner, den sie auf der dazugehörigen PDF-Datei finden.

Gerne können Sie auch mit der KoStA Kontakt aufnehmen.

Im Allgemeinen wird dies möglich sein. Es hängt natürlich von der jeweils aktuellen Stellensituation in den Weiterbildungsverbünden ab. Insofern muss immer eine individuelle Nachfrage bei dem betreffenden Verbund erfolgen.

Nein, jeder Weiterbilder im Verbund muss über eine eigene Befugnis nach der aktuell gültigen Weiterbildungsordnung verfügen

Weitere Fragen:

Generell ist es in Bayern möglich, bereits während der Weiterbildungszeit am Ärztlichen Bereitschaftsdienst teilzunehmen. Folgende Voraussetzungen (auszugsweise) müssen dafür gemäß der Anlage zu § 3 Absatz 1 c Bereitschaftsdienstordnung der KVB (BDO-KVB) erfüllt werden:

c) approbierte Ärzte, wenn sie den Nachweis über die Absolvierung einer mindestens zweijährigen allgemeinmedizinischen Weiterbildung bzw. einer mindestens zweijährigen Weiterbildung in einem anderen Fachgebiet nach Weiterbildungsrecht führen.
(3) Jeder im Ärztlichen Bereitschaftsdienst tätige Arzt ist verpflichtet, an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen, die ihn für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst qualifizieren ( kvb.de/praxis/aerztlicher-bereitschaftsdienst/informationen ).

Näheres zu den Fortbildungsmaßnahmen finden Sie unter kvb.de/service/fortbildung/?noMobile=246

Eine andere Möglichkeit, dass Sie sich als Poolarzt bei der KVB registrieren lassen. Nähere Informationen dazu unter:

kvb.de/praxis/aerztlicher-bereitschaftsdienst/poolaerzte/?noMobile=246

Bei der KoStA ist seit Februar 2014 eine Stellenbörse freigeschaltet. Sie können dort kostenfrei Ihr Stellenangebot einstellen und können sich die Stellengesuche ansehen, die Weiterzubildende selbst aufgegeben haben.

Für Ärztinnen/Ärzte, die länger nicht in der medizinischen Versorgung tätig waren, bietet die Bayerische Landesärztekammer Wiedereinstiegsseminare an.

Bayerische Landesärztekammer, Tel. 089 4147-121, Fax 089 4147-64831, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
E-Mail: seminare@blaek.de,
Online-Anmeldung über www.blaek.de/online/fortbildungskalender